So sitzen Sie richtig vor dem Computer!

Geschrieben von am 09. Mai 2011 um 10:29 Uhr 0 Kommentare

Viele Menschen fragen sich häufig, wie sitze ich richtig vor dem Computer? Wie muss ein Computer-Arbeitsplatz eingerichtet sein? Es gibt aber auch viele Menschen, die denken gar nicht darüber nach, dennoch möchte ich heute eine mal kurz darauf eingehen, wie man richtig vor dem Computer sitzt. Leider bin ich kein Illustrator, sonst würde ich mal versuchen, das als Zeichnung zu realisieren. Aber fangen wir mal von vorne an, Ergonomie ist bei der Arbeit am Computer in meinen Augen ein ganz wichtiges Thema um erfolgreich arbeiten zu können, ohne gesundheitliche Schäden auf kurzer und langer Distanz davon zu tragen. Leider ist den wenigstens Menschen an Computer Arbeitsplätzen das bekannt, bzw. es wird dem Thema Gesundheit keine Beachtung geschenkt. Dazu kann ich leider nur sagen, wer in jungen Jahren nicht in seine Gesundheit investiert, der wird später einen hohen Preis dafür zahlen. Daher nun ein paar Tipps!

Richtig sitzen!

Ganz wichtig ist es, richtig zu sitzen und hier empfiehlt es sich, wenn man länger am Computer sitzt, einen verstellbaren Stuhl zu nutzen, der insbesondere in der Höhe so einstellbar ist, dass unsere Ober-Schenkel mit den Unter-Schenkeln einen rechten Winkel, also 90 Grad, bilden. Gleiches sollte übrigens auch – sofern realisierbar – für die Ober- und Unter-Arme gelten. Eine dynamische bzw. schwingbare Rücken-Lehne ist ebenfalls nicht verkehrt, diese wird in Möbelhäusern den Kunden allerdings gerne unter dem Name “Kreativitäts-Wippe” verkauft. Wichtig ist auch, dass der Rücken durch die komplette Rückenlehne soweit wie möglich gestützt wird, um die Wirbelsäule zu entlasten.

Die Arbeitsgeräte: Tastatur und Maus

Die Tastatur sollte so bedient werden können, dass wie oben beschrieben, der Ober-Arm und Unter-Arm einen Winkel von ca. 90 Grad bilden und wir locker und entspannt schreiben können. Viele Menschen machen hier den Fehler, die Tastatur zu hoch zu legen und somit gleichen die Arme dann einem Winkel von 180 Grad und von der Seite sieht es aus wie eine Schanze. Hilfreich können hier die optional zu Schreibtischen kaufbaren Tastatur-Auszüge sein, die das alles einfach realisierbar machen, da diese unter die eigentliche Schreibtischplatte geschraubt werden und somit tiefer liegen, als die eigentliche Arbeitsplatte. Vor unserer Tastatur sollten ca. 7 cm Platz (plus/minus) liegen, wo wir unsere Handballen ablegen können.

Der Monitor

Der Monitor sollte in einem Abstand von ca. 40 – 60 cm je nach Größe zu unseren Augen stehen. Hier ist jedoch wichtig, dass wir so auf den Monitor blicken, dass unsere Augen mit dem oberen Bildschirmrand eine Ebene ergeben. In Sachen Monitor kann ich aus 18 Jahren Erfahrung sagen, sollte man auf keinem Fall sparen, wenn man täglich viel damit arbeitet, denn müde und trockene Augen sind eines der größten Probleme in diesem Zusammenhang. Da sich die TFT-Monitore durchgesetzt haben, muss man sich um das Thema Flimmerfreiheit keine Sorgen mehr machen, jedoch sollte man darauf achten, dass dieser entspiegelt ist, dass vermeidet Reflexionen die das Auge belasten. Gut ist auch, wenn man einen professionellen Monitor kauft, dass diese meist in der Höhe verstellbar sind, was noch mehr Individualität und Komfort bietet. Der Monitor sollte übrigens so aufgestellt werden, dass das Fenster im rechten Winkel dazu steht, mit anderen Worten das Licht von der Seite kommt.

Und nun kommt die Video-Lehrstunde:

Wie wir wieder gesehen haben, ein Video sagt mehr als tausend Worte.

Bildschirmarbeit: Tipps gegen müde und trockene Augen

Wie eben angesprochen, haben viele Menschen müde und trockene Augen, doch was kann man dagegen machen? In erster Linie sollte dafür gesorgt werden, dass der Arbeitsplatz gut ausgeleuchtet ist. Insbesondere im Winter, wo es draußen dunkel ist und Räume schlecht ausgeleuchtet sind, sehe ich immer wieder viele Kunden vor dem Monitor sitzen, natürlich Kontrast und Helligkeit auf 100% eingestellt und dann wird geklagt.

Daher sollte man hier stets auf eine gut beleuchtete Arbeitsumgebung achten, ich kann hier empfehlen mit professionellen Deckenflutern zu arbeiten (leider kosten gute für Tageslichtatmosphäre um die 400 EUR aufwärts), die eine Lichttemperatur von ca. 6000 Kelvin haben, was Tageslicht entspricht. Arbeitet man mit Tischlampen, so sollten diese neben den Monitor gestellt werden. Der Monitor sollte natürlich auch korrekt eingestellt sein, allgemeine Tipps gibt es hier nicht, sofern man kein Grafiker oder Webdesigner ist, würde ich empfehlen, die Helligkeit und Kontrast so einzustellen, dass man es als angenehm empfindet und trotzdem Kontraste noch gut sichtbar sind.

Wichtig auch hier, viel trinken und die Augen von Zeit zu Zeit mal entspannen, selbst wenn es nur der kurze Blick aus dem Fenster ist.

Ich muss hier aber auch klar sagen, dass ich selber die Erfahrung machen musste, da ich viele Monitore teste, dass manchmal ein Monitor-Tausch Wunder bewirkt. Vor 4 Wochen hatte ich ein professionelles Display, Designerstück, weißer Klavierlack und PVA Panel, in der Höhe verstellbar, vom Grundsatz her ein Traum, aber trotz Kalibrierung und verschiedenen Einstellungen, bei diesem Monitor taten mir immer die Augen weh und ich bekam Kopfschmerzen in allen Einstellungs-Varianten. Nach einem Monitor-Tausch waren die Probleme wie weg geblasen!

Oft wird hier geraten, entsprechende Tropfen zu nehmen und das irgendwie zu kompensieren, aber davon halte ich nichts, in meinen Augen ist es wichtiger, die Ursache abzuschalten, statt Mittel gegen die Wirkung zu nehmen.

Genrelle Tipps:

Auch wenn es komisch klingt und manch Chef das nicht gerne hört, aber zwischendurch kurz aufstehen und mal auf den Balkon gehen und tief durchatmen oder aus dem Fenster gucken hilft auch Wunder. Optional was in Deutschland leider noch nicht so verbreitet ist, weil nicht gerne gesehen, ist auch das Powernapping zu empfehlen. Ein kurzer Schlaf auf dem Schreibtisch sorgt für Entspannung und für die Chefs ganz wichtig, auch für mehr Arbeitsleistung und Kreativität!

Kategorie : Tipps & Tricks

SK

ist Unternehmer uns besitzt eine IT-Firma, die sich auf individuelles (Wordpress-) Webhosting sowie individuelle IT-Lösungen spezialisiert hat. Er schreibt hier Fach-Artikel rund um das Thema Internet und Computer. Aber auch in der Welt von Windows, Linux und den modernen Smartphones kennt er sich aus und schreibt hier entsprechende Artikel, Tests und Tipps & Tricks.

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