WordPress 3.0 – Sollte man upgraden?

Geschrieben von am 19. Juni 2010 um 08:44 Uhr 2 Kommentare
Wordpress Hosting

Gestern haben viele Kunden doch ein wenig besorgt den Provider des Vertrauens konsultiert, mit der Frage, ob man denn jetzt schon auf WordPress 3.0 upgraden bzw. updaten kann bzw. sollte. Nun, das ist eine Frage, die man nur sehr schwer beantworten kann, wenn man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will.

Thema Sicherheit

Ich drücke es mal so aus, wer ein wenig technisches Verständnis besitzt und weiß wie man Backups macht, der hat wenig zu verlieren, allerdings gibt es auch hier ein großes ABER, da man aus der Vergangenheit gelernt hat. Und die Vergangenheit besagt, jedes mal wenn eine neue WordPress Version herauskam als Final, dauerte es nicht lange, bis dann einige Sicherheitslücken bekannt wurden und ein Update folgte. Von daher muss man da wohl sein Gewissen entscheiden lassen, aber ich denke, es geht okay, wenn man im Falle eines erscheinenden Updates dieses sofort installiert.

In Sachen Funktionalität

Leider musste ich feststellen, dass bei mehreren Installationen der Upgrade-Prozess bzw. das Datenbank-Update nicht so verlaufen ist, wie es sein sollte. Das Update wurde erfolgreich abgeschlossen, aber gewisse Dinge in der Datenbank wurden einfach nicht geupdatet, so auch bei mehreren Installationen die Rechte der einzelnen WordPress-User, was dann zur Folge hatte, dass man die Benutzer nicht mehr einsehen/editieren konnte, weil einem die Rechte fehlten. An sonsten zwickte es hier und da an ein paar kleinen Stellen, was man aber als erfahrener User selber hinbekommt.

Wie macht man das Update?

Nun die einfachste und beliebteste Variante ist wohl die “Radikal-Variante”, wo einfach das ZIP-File von WordPress entpackt wird und der vorhandene Inhalt auf dem Webspace via FTP überschrieben wird, mit den neuen Dateien. Ruft man dann den Admin-Bereich auf, so wird noch fix die Datenbank geupdatet und man ist glücklicher WordPress 3.0 Benutzer, aber es könnte wie oben beschrieben passieren, dass man mit einigen Bugs zu kämpfen hat. Ansonsten wäre man mit dieser Variante 1 nun fertig!

Die 2. saubere Variante WordPress zu upgraden

Es gibt auch noch eine ganz saubere Variante 2, für die Leute die mit Zeit und Liebe zum Detail an die Sache herangehen wollen um sicher zu gehen, dass alles sauber installiert ist und sich keine Bugs, die durch Upgrades entstehen sich einschleichen können.

Wir sichern als erstes unsere WWW und MySQL Daten, wer Confixx nutzt, der hat es mit der integrierten Backup-Funktion sehr einfach, ansonsten einen MySQL Dump via phpMyAdmin herunterladen und die Dateien (insbesondere das Verzeichnis wp-content) sichern wir auf dem heimischen PC .

Dann loggen wir uns in unser WordPress ein, gehen im Admin-Bereich links im Menü auf Werkzeuge und dann auf Daten exportieren. So können wir uns eine eine XML Datei herunterladen mit allen Postings und Tags die wir jemals geschrieben haben.

Nun löschen wir unser bestehendes WordPress komplett, maximal das Verzeichnis “wp-content” darf erhalten bleiben und ganz wichtig, auch die MySQL Datenbank sollte gelöscht werden. Wenn das erfolgt ist, kopieren wir die Dateien von WordPress auf unseren Webspace, installieren danach mit Hilfe des Setup-Script und nun sollten wir die Basis von WordPress am laufen haben, ein frisches WordPress 3.0.

Sollte das Verzeichnis wp-content erhalten geblieben sein, dann ist es gut, ansonsten kopieren wir dieses wieder via FTP auf den Webspace, schließlich wollen wir unsere Bilder wieder haben. Nun loggen wir uns noch in das Backend von WordPress ein, gehen wieder auf Werkzeug und diesmal auf Import um dann mit dem (eventuell zu installierenden) WordPress Importer unsere XML Datei wieder hochzuladen.

Nun muss man im Backend nur noch die ganzen Feinheiten wieder einstellen wie z.B. Permalink, Upload-Verzeichnis und andere Kleinigkeiten und fertig ist die frische saubere WordPress 3.0 Installation mit alten Inhalten.

Kategorie : WordPress

SK

ist Unternehmer uns besitzt eine IT-Firma, die sich auf individuelles (Wordpress-) Webhosting sowie individuelle IT-Lösungen spezialisiert hat. Er schreibt hier Fach-Artikel rund um das Thema Internet und Computer. Aber auch in der Welt von Windows, Linux und den modernen Smartphones kennt er sich aus und schreibt hier entsprechende Artikel, Tests und Tipps & Tricks.

2 Antworten zu “WordPress 3.0 – Sollte man upgraden?”

  1. fwolf sagt:

    Mehr Freuden hat man natürlich, wenn man einen SSH-Zugang besitzt (UND Ahnung hat, wie man damit umgeht!). Damit spart man sich u.a. das Hochgelade und lokale Entpacke – das geht dann auch problemlos vom Server aus :D

    cu, w0lf.

  2. fwolf sagt:

    Geschicktere Variante (geht nur bei Hostern, bei denen man die Domain auf ein anderes Verzeichnis aufschalten kann):

    1. Daten sichern – wie hier schon beschrieben

    2. WordPress entpacken + in ein neues Verzeichnis z.B. wp-30 auf den Server hochladen

    3. wp-config anpassen (bisherige Logindaten) und DB-Prefix auf z.B. “wp30_” setzen (damit die alten Daten nicht überschrieben werden)

    4. Im jeweiligen Adminbereich (z.B. Confixx) nun die Domain umschalten vom bisherigen aufs neue Verzeichnis

    5. Gesicherte Daten – speziell das wp-content-Verzeichnis – neu aufspielen (z.B. kann man jetzt einfach die DB-Daten der bisherigen Installation innerhalb der DB jeweils mit dem neuen DB-Prefix kopieren – z.b. wird aus wp_options dann wp30_options – spart sich also das Hochgelade)

    6. Domain aufrufen, ggf. vorher Cookies löschen, Daten importieren (WP XML-Backup), und gut ist ;)

    Vorteil: Falls beim Update was kaputt geht, kann man jederzeit auf die alte Version zurückschalten.

    cu, w0lf.

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