Von Versicherungen und Gerichten

Geschrieben von am 10. März 2010 um 11:29 Uhr 0 Kommentare

Ich weiß heute nicht so recht was ich schreiben soll, wenn ich ehrlich bin gehts mir bescheiden, denn die ganze Versicherungs-Sache holt mich gerade wieder total ein und irgendwie ist gerade alles Käse, ein Haufen Kunden zahlen nicht, die rühren sich nicht einmal und stellen einfach auf Ignore-Modus. Ich glaube so hoch wie momentan ist der Zahlungsausfall die letzten 9 Jahre noch nie gewesen.

Dazu kommt dann noch, dass wir so weit sind, dass offensichtlich die Versicherungen gar keinen Bock mehr haben irgendwie zu kommunizieren. Dann kam am Montag das Schreiben vom Gericht in der “ibej” Sache und ich bin voll an die Decke gegangen. Was war passiert? Eine Frau kauft ein Handy, füllt die Kaufabwicklung aus und ich bekomme ne Mail, dass die Auktionspreis + Versand überweist. Ich packe den ganzen Müll sorgfältig ein und warte auf den Zahlungseingang. Dieser kommt nie, die Frau zickt rum und meint, wenn sie das Gerät an meiner Haustüre abholen würde, hätte sie einen “Käuferschutz”.

Dies ist absoluter Schwachsinn, ich hab ihr dann geschrieben, dass sie gemäß BGB §433 dazu verpflichtet ist, die gekaufte Sache abzunehmen und sie meinte dann eben, ich solls einfach mal behalten und ich könnte das Gerät wieder einstellen. Keine “ibej-Gebühren” erstatten und mich auf den Kosten sitzen lassen … genau das gibt es bei mir nicht! Also da ich ja ruhiger werden will habe ich dann mal die Anwältin ins Rennen geschickt, die hat die gute Frau dann mehrmals aufgefordert, die offene Summe zu begleichen und um es kurz zu machen, es ist ein handfester Streit entbrannt der dann vor Gericht gelandet ist.

Was regt mich jetzt so auf? Das ist eine glasklare Sache, wer oben den verlinkten Artikel aus dem BGB gelesen hat der weiß, die Frau ist verpflichtet mir das Ding abzunehmen, dass steht im Gesetz und das ist so amtlich. Sie weigert sich aber mit allen Mitteln, jeglicher außergerichtliche Einigungsversuch ist gescheitert und ich lasse hier auch nicht mit mir reden. Wenn ich jetzt einen guten Richter gehabt hätte, dann hätte der hier fix nach Aktenlage entschieden, ist doch wirklich mehr als glasklar was hier los ist, der hat jeglichen Schriftwechsel und somit wäre für alle Seiten die Sache einfach geregelt. Das Gericht hat so viel zu tun, die sollten doch froh sein, wenn die fett Kohle kassieren und nur paar Urteile schreiben müssen. Aber nein, es kommt im Juni eine Güteverhandlung … ich glaube ich spinne, was soll der Käse?????

Jetzt muss ich da also antanzen, habe noch nicht einmal persönlich eine Ladung bekommen und dann sollen wir versuchen uns dort gütlich zu einigen. Was denkt der Richter, was ich die letzten 4 Monate versucht habe????? Dieser Termin wird nicht von Erfolg gekrönt sein und so geht es dann weiter mit der eigentlichen Verhandlung. In der Zeit könnte ich Geld verdienen, stattdessen veranstaltet dieses Gericht mit mir so einen Pfeffer wo ich noch zusätzliche Ausgaben habe. Ganz ehrlich, so richtig krassen Sachen geht man nicht genug auf den Grund und bei solchen Nichtigkeiten wo alles mehr als klar ist und nach Akten- bzw. Gesetzeslage entschieden werden könnte, da wird ein riesen Brimborium daraus gemacht. Muss man sowas verstehen?

Nun gut, die Begründung der Gegenseite ist noch nicht beim Gericht eingegangen und vielleicht habe ich ja doch ein Quentchen Glück, dass der Richter beim lesen der Begründung der Gegenseite selbst erkennt, dass das ne Farce ist. Vielleicht kann auch die Anwältin mit ihrem weiblichen Charme den Richtern vom schriftlichen Verfahren überzeugen … mal gucken, glauben tu ich aber nicht dran.

Naja und mit den ganzen Verkehrsgeschichten sieht es eben nicht besser aus, hier in der Sache wo der Typ der Meinung war einen abdrängen zu müssen, habe ich nun mit meinen langen Fingern und Ohren mitbekommen, dass die Akte nun gesammelt verschlossen bei einem Staatsanwalt liegt. Und ich wette fast, da kommt ein Gerichtsverfahren … auf das ich jetzt nicht wirklich wie auch im obigen Fall Lust hätte. Warum? Weil man da wieder nicht seiner Arbeit nachgehen kann, man ewig Zeit verbrät, dort auf dem Gericht mehr wartet und nie irgendwas pünktlich passiert und wenn man dann noch die Kosten für die Anfahrt als Zeuge will und Verdienstausfall, na aber dann geht was los. Formulare ausfüllen, Nachweise bringen, Gewerbeschein vorzeigen und nur solche Scherze – wer hat da freiwillig Lust drauf?

Nun gut, ich muss wohl mal arbeiten … trotz das die Sonne so hübsch scheint sehe ich aber momentan gerade kein Licht am Ende des Tunnels. Diese ganzen Streitigkeiten mit Versicherungen gehen einem an die Substanz, aber das ist so gewollt von denen. Die schikanieren Dich so lange mit ihren Schreiben und Äußerungen / Behauptungen bis Du kein Geld mehr hast und am seelisch am Ende bist. Man lese sich auch mal diesen Artikel durch, ich persönlich bin auch überzeugt, dass hat alles System.

Kategorie : Persönliches

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