Mit erstaunen stelle ich heute Morgen fest, dass es nun schon Netbooks mit Android gibt und Festnetz-Telefone, was es nicht alles gibt. Was mich aber an diesem Sonntag Morgen bewegt, dass sind ganz andere Gedanken. Ich weiß nicht, ich fühle mich momentan irgendwie wie im letzten Sommer und wie es mir da erging, muss ich nicht noch einmal schreiben. Irgendwie hat mir das Telefonat gestern Abend mit Ellen nicht so wirklich gut getan, es ging wieder um die Vergangenheit und was damals war. Und irgendwie ist das haften geblieben.
Ich hätte ja gestern Abend gerne mit Ellen ne Pizza auf den Geburtstag gegessen und mit ihr zusammen gelacht, aber was will man machen, ich sag mir da ganz einfach, wenn sie es gewollt hätte, hätte Sie von sich aus mal was gesagt. Ich wollte Sie ja zu meinem Geburtstag auch zum Essen einladen, aber irgendwie ist da was dazwischen gekommen. Naja muss sie ja nicht machen, ich würds auch doof finden, wenn jemand zu mir kommt und sagt “Hey ich komm nachher zum Pizza essen vorbei” ohne das ich den Mensch einlade.
Was mir aber gestern wieder bewusst geworden ist, dass die ganze Sache von damals irgendwie noch nicht ausgestanden ist und sie noch zu sehr an der Vergangenheit zu knabbern hat und sie nicht loslassen kann und will. Ich habe irgendwie auch das Gefühl, dass zwischen uns was anders ist seit unserem letzten Treffen, dass interessante ist ja, ich muss mit Ellen nur ein paar Worte reden und ich merke sofort, wenn sie irgendwas bedrückt. Wie dem auch sei, ich kann ehrlich gesagt so einiges nicht nachvollziehen, ich weiß ja selber vom letzten Sommer, dass es schwer ist, so ein Ende eines Kontakts zu akzeptieren, aber nach spätestens 4 Monaten war das okay für mich, weil ich es gewollt habe. Das sowas nicht von heute auf Morgen geht, ist mir auch klar, aber das WOLLEN ist wichtig.
Es war naiv von mir im November zu glauben, dass jetzt alles gut wird und wir beide nur noch nach vorne gucken, dass ist mir heute klar geworden. Ich weiß nicht was ich denken soll, ich seh bei ihr irgendwie nicht wirklich den festen Willen mit der Vergangenheit abzuschließen und manchmal frage ich mich selber, in welchem Film ich hier gerade bin und welche Rolle ich da spiele?
Ich würde sie einfach gerne glücklich sehen, aber man kann die Menschen zu ihrem Glück nicht zwingen und jedes mal wenn ich mich um Menschen gekümmert habe und wollte, dass sie auf andere Gedanken kommen, da habe ich metaphorisch gesprochen am Ende eine Schlag ins Gesicht bekommen. Ich habe so oft in meinem Leben Menschen versucht zu helfen, weil ich mir immer gedacht habe, wenn ich in einer schlechten Situation wäre, dann wäre ich auch über Hilfe dankbar. Ich habe Menschen Jobs besorgt, ich habe andere interessante Kontakte hergestellt und dank meiner Kontakte hier und da mal ein Problemchen aus der Welt geschafft. Dank habe ich nie erfahren, vielmehr war man am Ende immer das Arschloch vom Dienst. Mein damaliger Kumpel zum Beispiel hatte Liebeskummer, jeden Tag nach der Arbeit hat er sich hinterm Computer verkrochen und ich wollte mit ihm was unternehmen, ihn auf andere Gedanken bringen. Alles was ich geerntet habe war, dass er einer guten Freundin erzählt hat, dass ich ihn nerven würde mit meinen Aktionen. Wenn Du es gut meinst, wirst Du bestraft …
Zurück zum Thema, ich glaube es ist nicht meine Aufgabe ihr dahingehend irgendwie zu helfen, ich bin für sie gerne der Fels in der Brandung, die Schulter wo sie sich anlehnen kann, der Mensch der ihr gerne halt gibt, wenn sie ihn braucht. Wenn Sie Bedarf danach hat, dann wird sie sich melden und ich werde für Sie da sein, keine Frage. Mal gucken wie sich das entwickelt und was das alles noch wird, irgendwie habe ich echt Angst, noch einmal so einen Sommer zu erleben, wenn das weiter so geht. Naja ich werd mich einfach mal dezent im Hintergrund halten, wer mich kennt der weiß, dass ich an Menschen Taten beurteile und keine Worte.
Bei der momentanen Sachlage überlege ich doch ernsthaft, mal auf das Angebot mit dem kennenlernen und dem Glas Wein vom Montag drauf einzusteigen …














