WordPress erkennen
Heute morgen wurde mir eine Liste von Websites zugeschickt, mit der Frage, ob diese auf WordPress basieren würden. Für keine der dort aufgeführten Websites traf dies zu. Ich wollte in meiner Antwort auch noch ein paar Tipps, wie man WordPress-basierte Websites erkennt, hinzufügen, es wurde dann aber so umfangreich, dass ich mir dachte, ich schreibe das lieber als kleinen Eintrag hier hinein
Folgend drei Tipps, wie man WordPress als Unterbau erkennt – nach Schwierigkeitsgrad sortiert:
Einfach: “Powered by”-Hinweis
Natürlich am einfachsten: Irgendwo auf der Seite steht sowas wie “powered by WordPress”, z.B. am Ende der Seite (Footer), manchmal auch nur im Impressum oder der “About”-Seite.
Mittel: Meta-Tags
Im Quelltext ganz am Anfang: nach dem Generator-Meta-Tag suchen – reicht in der Regel, die seiteninterne Suche aufzurufen und “generator” als Suchwort einzugeben – dort sollte dann sowas wie im folgenden Screenshot stehen:
Schwer: Visuelle und strukturelle Merkmale
Wenn die ersten beiden Methoden nicht fruchten sollten – weil man natürlich auch aus verschiedenen Gründen, z.B. Sicherheit (weil etwa beim aktuellen Webhoster nur eine bestimmte Version von WP sauber läuft) u.ä. diese ganzen Angaben entfernen kann – ist es am SCHWIERIGSTEN: Dann muss man dies anhand gängiger visueller sowie struktureller Merkmale heraus”lesen”.
a) Ein visuelles Beispiel (ich gehe hierbei immer von Standardfällen aus):
Eine von Serendepity angetriebene Website, speziell Weblog, hat bei der Kategorieanzeige immer Checkboxen, d.h. also Felder zum Kreuzerl bzw. Hackerl setzen. WordPress hat das NICHT. Habari-basierte Weblogs haben KEINE Kategorien, stattdessen gibt es nur Tags, außerdem gab es bis Version 0.6 keine Möglichkeit, Sub-Pages (= hierarchisch aufgebaute Seitenstrukturen wie bei WP) anzulegen.
Vergleiche hierzu:
- die datenreisenden vs. Die wunderbare Welt von Isotopp
- law blog vs. Der Shopblogger
- WEAVE vs. A White Box
b) Strukturelles Beispiel:
Sämtliche benutzer-spezifische Daten, d.h. Themes, Plugins, Uploads, usw., liegen bei WordPress immer im Verzeichnis “wp-content”. Ergo sucht man im Quelltext nach Dateipfaden a la “wp-content/plugins/” (Plugin-Aufrufe) oder “wp-content/themes/…” (Theme-Aufrufe). Das ist eines der sichersten Zeichen dafür, dass hier WordPress am Arbeiten ist.
Natürlich kann man das seit einiger Zeit auch ändern – mir ist bis dato nur noch keine WP-Installation untergekommen, bei der das auch TATSÄCHLICH der Fall gewesen wäre.



@ annabellla:
Naja … die Einträge im Quelltext reichen in der Regel aus, d.h. also das “wp-content” und tw. auch “wp-includes”.
Demonstration der “weißen Seite” an meinem Arbeits-Weblog: http://blog.usability-idealist.....ersion.php
Richtig. Wird nicht von WordPress angetrieben
Und woran erkennt man nun Habari-Blogs?
cu, w0lf.
Das ist wie bei der Kripo, Du hast nur Indizien und je mehr Du hast (siehe Beitrag) desto höher ist auch die Gewissheit, dass es sich um WordPress handelt.
Ein interssanter Beitrag und genau das, was ich gesucht habe. Vielen Dank! Noch eine Rückfrage an dich, Sebastian: Bedeutet die weiße Seite, dass es sich tatsächlich um einen wp-Blog handelt? Entschuldigt meine Unwissenheit und schon einmal danke im voraus;-)
Sicher. Aber es gibt nun mal auch Leute, die wesentlich weniger Ahnung in Sachen Webentwicklung + Co, haben – und für diese ist der Artikel in erster Linie gedacht
cu, w0lf.
Ich machs immer so, dass ich die URL vom Blog erweitere um “/wp-includes/version.php” da kommt dann ne weiße Seite. Alleine schon wenn “wp-includes” als Verzeichnis vorhanden ist, lässt das doch schon auf WordPress schließen.