Newsletter Wahnsinn: ich kauf im Laden!

Geschrieben von am 23. Oktober 2009 um 20:48 Uhr 6 Kommentare

So jetzt muss ich hier erstmal ausflippen! Ich hab in den vergangenen Wochen und Monaten, wie ja auch hier geschrieben, mit zahlreichen Werbebuden Kontakt gehabt wegen Firmenschild und Auto mit schwarzen Streifen bekleben und was nicht alles, dazu natürlich noch bei “iBeh” bissel Spittel gekauft, Handytasche und so ein Zeug.

Nun darf man sich fragen, was haben diese Dinge alle gemeinsam?

Jeder dieser Werbebuden und Online- bzw. “ibeh”-Händler hat mich einfach ohne zu fragen in den Newsletterverteiler eingetragen und nun wird man hier täglich mit Newslettern bebombt. Ich hab das ja noch recht locker gesehen und einfach alles gelöscht ohne zu reagieren, aber momentan könnte ich hier voll an die Decke gehen.

Manche sind ja von denen so frech, da muss man ein 10 Minuten Akt beschreiten um sich dort auzutragen, da muss man 3 Captchas bestätigen und bekommt 4 Bestäigungsmails. Einmal um zu prüfen ob die Mailadresse korrekt ist, dann eine Prüfmail ob man immernoch der Besitzer des Mail-Accounts ist, dann eine Bestätigungmails mit einem Link, den man betätigen muss um die Abmeldung zu vollziehen. Nun kommt danach noch einmal eine Mail, dass man doch bitte den Link bestätigen soll und der Frage ob man denn sich wirklich austragen will. Will man sich nun wirklich austragen, dann muss man noch einmal ein Captcha bestätigen und dann ist man ausgetragen.

Da sich die ganzen unverschämten Typen nicht an Gesetze halten und man selbst bei einer unverbindlichen Produktanfrage, was ein Werbeschild kostet schon ungefragt in einen Newsletterverteiler eingetragen wird, habe ich jetzt beschlossen, online nichts mehr zu bestellen.

Die Krönung war aber vor 3 Wochen, da hat ein Münchner Werbevermarkter, bei dem wir als Agentur registriert sind meine Mailadresse ohne zu fragen in die ganze Welt gegeben, an sämtliche Messeveranstalter. Nun bekam ich alleine pro Tag 30 Mails mit irgendwelchen Messe-Einladungen … nöööö so richtig fein ist das nicht, nachdem ich vor rechtlichen Schritten mal angerufen habe, hat man sich dann dort offensichtlich gedreht und sich gekümmert, dass das aufhört.

Naja ich bin ja eh der Typ, der lieber 20 EUR mehr ausgibt, aber dafür einen lokalen Ansprechpartner hat, der ganze Onlinehandel macht doch die Einzelhändler auf der Straße kaputt. Besonders lieb sind mir diese Schleimer die sich im Fachhandel ne Fachberatung abholen gehen und dann online bestellen …

Der Onlineeinkauf ist hiermit für mich beendet! Und in Zukunft werde ich mehr als vorsichtig sein, wer meine Mailadresse bekommt. Was ich aber sehr schade finde, dass man in der BRD sich nicht an die entsprechenden Gesetze hält und sowas auch nicht verfolgt wird.

Kategorie : Allgemein

SK

ist Unternehmer uns besitzt eine IT-Firma, die sich auf individuelles (Wordpress-) Webhosting sowie individuelle IT-Lösungen spezialisiert hat. Er schreibt hier Fach-Artikel rund um das Thema Internet und Computer. Aber auch in der Welt von Windows, Linux und den modernen Smartphones kennt er sich aus und schreibt hier entsprechende Artikel, Tests und Tipps & Tricks.

6 Antworten zu “Newsletter Wahnsinn: ich kauf im Laden!”

  1. sebastian sagt:

    Es ist eine Möglichkeit, aber doch eher umständlich. Man bedenke, dass man von “ihbeh” tausende Mails kriegt, egal ob Kaufabwicklung Rechnungen oder sonst was. Und wenn ich einen Dienstleister suche, den anrufe und der sagt mir, ich solle ihm doch mal mein Logo schicken, dann guckt er sich das an und macht ein Angebot (so ist das ja alles entstanden das die meine Mailadresse bekommen haben) dann müsst ich ja von einer anonymen Adresse senden.

    Alles in allem ist mir das zu umständlich, der hat man mehr Aufwand als Nutzen. Ich glaub die einfachste Möglichkeit ist noch, sich ne eigene Mailadresse anzuschaffen für Anfragen und über die alles abzuwickeln.

  2. alp sagt:

    Für die Zukunft: Spamgourmet & Co sind deine Freunde http://spamgourmet.com/

  3. sebastian sagt:

    Ja nee iss klar … sowas kann man wirklich auch nur posten, wenn man sich als “unbekannter” tarnt (der aus Leipzig kommt). Ich dachte eigentlich, dass es sich nun ausreichend herumgesprochen haben sollte, dass eine Rechtsschutz nur dann greift, wenn man selber Opfer in einer Straf-, Arbeits-, Miet- oder Verkehrs-Sache ist. Wenn Du Bock hast aus Geldgier jemanden zu verklagen, dann wird Dir wo kaum eine Versicherung noch unter die Arme greifen und den Prozess finanzieren. Ich selber habe Jahre gesucht nach einer Firmen-Rechtsschutz und am Ende die Erfahrung machen müssen, dass Dir zwar jeder das Wunder-Verischerungspaket verkaufen will, aber die meisten Makler mehr als gut wissen, dass in Sachen Vertragsrecht und gerade bei Firmen die häufigen Sachen die so passieren ausgeschlossen sind.

    Und damit Du siehst das das keine leeren Worte sind, schau einfach hier in Punkt 34, der Anwalt wird es ja wissen.

  4. unbekannter sagt:

    dafür gibts ne rechtschutz

  5. sebastian sagt:

    Naja das würde voraussetzen, dass man einen Anwalt hat mit dem man per Du ist und der auch bereit ist halbe halbe zu machen. Denn im Normalfall würde ich zum Anwalt gehen und der würde ne Abmahnung schreiben und mir danach ca. 200 – 300 EUR Gebühren in Rechnung stellen. Und wenn die Gegenseite nicht sofort zahlt, dann ist die ganze Kohle erstmal weg.

    Dann kann man zwar mit Gericht drohen und Angst machen, aber am Ende muss man auch erstmal den gerichtlichen Weg beschreiten und vorfinanzieren, ebenso den Anwalt der Gegenseite vorfinanzieren wie bei allen zivilrechtlichen Streitfällen. Meist kommt bei solchen Aktionen immer ein Vergleich am Ende raus. Wenns dumm läuft, dass jeder 50% der Gerichtskosten zahlt und jeder sein Anwalt.

    Ergo: damit man wirklich als normales Opfer von der Werbung per Mail was hat, braucht man einen kumpelhaften Anwalt und ein Täter der Angst hat und sofort zahlt.

  6. fwolf sagt:

    Ich zitiere mal aus der Wikipedia (dafür reicht se grad noch):

    In Deutschland ist nach neuer Gesetzeslage (2005) die Zusendung unverlangter E-Mail-Werbung (Unsolicited Bulk Email, UBE) nun nicht mehr statthaft und kann rechtlich verfolgt werden. Damit ist das Opt-out-Verfahren in Deutschland nicht länger gesetzeskonform.

    Sprich: Das Ende all deiner Geldprobleme! Such dir nen Anwalt und reiss den Leuten den Allerwertesten auf .. ;)

    cu, w0lf.

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