Sebastians EiPhone 3 GS Kurztest

Geschrieben von am 14. September 2009 um 13:37 Uhr 5 Kommentare

So wie immer aus rechtlichen Gründen und Markenschutz wird aus dem i ein Ei, Abmahnungen brauchen wir nämlich nicht. ;-) Also wie zu lesen war, hab ich mal wieder Pfeffer gebaut und weil ich da nun genug eingesehen habe schreib ich mal lieber was über das Teil. Also das EiPhone sieht besonders in weiß total edel und elegant aus, die Verarbeitung ist Note 1 und im Vergleich zu einem Nokia N97 gebe ich für die Lautsprecher gleich mal mit die Note 1, denn es zeigt, dass man auch in einem Plastikgehäuse Sound herausholen kann.

Wer EiPhone und N97 kennt, der wird viele Gemeinsamkeiten erkennen, aber wer erst das N97 in der Hand hatte und das EiPhone, der wird schnell feststellen, dass das N97 meiner persönlichen Meinung nach eine billige versuchte Kopie ist, dass merkt man an den Punkten wenn man die Screens wechselt die unten sind, man merkt es an dem “zufällig” ähnlichem Design des Ovi Store. Von der Handhabung her ist es wirklich genial, also ich kenne sehr viele Touch-Screen Handy, aber keins kommt das original EiPhone heran. Das kinetische scrollen und generell die Handhabung ist genial!

Ich kenne auch kein einziges Handy, was wirklich so schnell und flüssiges surfen im Web ermöglicht, auch hier Note 1, wobei man allerdings in Sachen Konnektivität wiederum Abstriche machen muss in vielerelei Hinsicht. Zum einen musste ich feststellen, dass das Gerät häufiger mal kein Bock hat sich zu verbinden, besonders bei zusätzlichen Anwendungen aus dem AppStore. Da hilft meist einfach Safari aufrufen und danach nochmal die Anwendung. Aber manchmal streikt der Safari auch ganz, entweder hängt er oder aber jegliche Seite die man aufruft wird als weiße leere Seite angezeigt mit einem “ohne Titel” in der Überschrift.

Bluetooth ist bei dem Ding allerdings offensichtlich nur dafür da, dass man es hat, aber ma nicht wirklich was damit anfangen kann. Also mal ein Foto vom Handy eines Kunden aufs EiPhone beamen geht nicht. Eine Visitenkarte also einen Adressbuch-Eintrag rüber beamen geht auch nicht, ebenso kann man nicht einmal per Bluetooth synchronisieren. Note 6 – setzen!

Der Akku soll beim 3 GS noch besser geworden sein, ohhhh wei! Wie war er denn dann beim normalen 3G, wenn er schon im 3GS so grausam ist, dass man das Teil täglich laden muss? Note 5, da kann man sich bei Nokia mal ne Scheibe abschneiden, so als Ausnahme nebenbei.

Das Gerät ist kurzum auf der einen Seite faszinierend, ich stell mich irgendwo hin und kann mir sagen lassen wo der nächste Briefkaste ist oder der nächste Geldautomat. Hab ich Hunger such ich eine Pizzeria, alles kein Problem und das fasziniert mich schon, besonders die schnelle A-GPS Ortung. Nicht zuletzt die Vielfalt an Anwendungen aus dem Store zu fairen Preisen. Was das Gerät aber in meinen Augen für Business Kunden unbrauchbar macht, dass sind oben genannte Bluetooth-Makel, man hat keinen Home-Screen wie bei Symbian oder Win Mobile und bei den SMS nicht einmal eine Anzeige, wieviel Buchstaben man schon geschrieben hat bzw. noch fehlen bis eine neue SMS beginnt. Nein nicht einmal ein Entwurf einer SMS konnte ich abspeichern. So komme ich zu dem Fazit, dass das EiPhone 3GS ein wirklich geiles Teil ist … aber nur für den Privat-Anwender, der ein bisschen Freak und Multimedia-Fan zugleich ist und seiner Apfel Marke treu bleiben will.

Ich kann es einfach nicht verstehen, warum man in der 900 EUR Preisliga ein Telefon nicht mit Funktionen ausstatten kann oder will, die selbst billige Rauten-Telefone aus dem Discounter-Markt für Lebensmittel mitbringen. Selbst meine kleine Cousine schickt mit ihrem Billig-Handy Dateien per Bluetooth rum, also von daher … kein Verständnis! Aber wie gesagt für Freaks zum spielen ist es eine feine Sache.

Vom Mail-Client bin ich übrigens auch nicht übermäßig begeistert, denn wenn ich Mails per POP3 abrufe, finde ich keine Möglichkeit, dass ich die Mails auf dem Server die ich nicht brauche (Spam-Mails) lösche, keine Ahnung, ob das mit IMAP besser klappen würde. Naja jedem das seine, mein EiPhone landet wohl bei einem bekannten Online-Auktionshaus.

Was ich noch negativ finde, dass ich gezwungen werde das Telefon freizuschalten (anders funzt das ganze Telefon nicht) und dies geht meiner Meinung nach nur über die iTunes Software, aber was macht hier ein Mensch, der aus Prinzip nur Linux auf dem PC hat? Ich vermute einfach mal, dem bleibt es verwehrt das EiPhone jemals freizuschalten …

Übrigens, eine interessante Anwendung war WordPress aus dem AppStore, fand ich schon geil, mit ner Software WordPress zu administrieren und Kommentare freizuschalten, aber irgendwie schien mir die WP Software ein wenig verbuggt.

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Kategorie : Mobility,WordPress

SK

ist Unternehmer uns besitzt eine IT-Firma, die sich auf individuelles (Wordpress-) Webhosting sowie individuelle IT-Lösungen spezialisiert hat. Er schreibt hier Fach-Artikel rund um das Thema Internet und Computer. Aber auch in der Welt von Windows, Linux und den modernen Smartphones kennt er sich aus und schreibt hier entsprechende Artikel, Tests und Tipps & Tricks.

5 Antworten zu “Sebastians EiPhone 3 GS Kurztest”

  1. Karl sagt:

    Den Homescreen beim BB bekommt man nur durch Themes, die teilweise kostenpflichtig sind.

  2. sebastian sagt:

    Naja wie gesagt, vom Grundsatz her ist das Teil ne richtig feine Sache, ich finde das z.B. irrsinnig geil wenn ich mir jemand bei den Kontakten angucke, auf seine Adresse klicke und dann zeigts mir die in Google Maps. Es gibt tausende Sachen die ich wirklich extrem toll finde, aber mir ergründet sich nicht, warum man das Gerät so kastriert?

    Ich bezweifle, dass die Zeit zu knapp war eine volle Bluetooth Funktionalität einzubinden, denn die Basis der Firmware von dem Gerät gibts ja nun nicht erst seit gestern. Und das ist einfach der Punkt, der so hochgelobte Kalender auf der Apfel Homepage ist in meinen Augen nicht so prickelnd.

    Und wie gesagt für den Privatanwender ist das teil einfach nur top, der wird auch nicht so viel mit dem Kalender arbeiten.

    Was die Blackberrys angeht, da habe ich ja hier schon sehr oft geschrieben, dass ich das auch so sehe, dass der als Status-Symbol gehandhabt wird, ebenso wie mir das mit dem EiFon extrem bei Grafikern und Werbeagentur Besitzern auffällt, dass bei denen das Gerät auch so eine Art Status-Symbol ist.

    Was mich nur momentan stutzig mach, ich glaube selbst der BB hat keinen Homescreen wo es Termine anzeigt.

    Den Rest schreibe ich in meinem neuen Weblog Eintrag gleich.

  3. Karl sagt:

    Ich glaube, viele Menschen haben ein etwas falsches Bild, was sogenannte Business-Anwender so in der Wirklichkeit nutzen.

    Ich kenne viele, die ein iPhone haben. Aber nicht weil sie die Funktionen brauchen, nein als eine Art Statussymbol. Wer einen häßlichen Blackberry hat, muß sich schon fast schämen. Ok, das ist übertrieben.

    Und was nutzen die wirklich? Telefonieren, ab und an eine SMS schreiben. Und emails lesen! Und ich meine wirklich nur lesen. Ich habe schon mit vielen BB-Nutzern gesprochen. Die schreiben selten wirklich eine Email am Gerät, sondern lesen meistens die Nachrichten nur. Es macht auch auf einem BB keinen Spaß eine längere Mail zu schreiben.

    Und danke Exchange-Unterstützung lässt sich das iPhone auch in viele Firmen-Infrastrukturen eingliedern. Name und Passwort eintragen, kurz warten, fertig.

    Alles andere nutzen nur wir hier. Die Blogs lesen, selben einen haben. Die ganzen Newsseiten abgrasen etc. Der Durchschnittsanwender hat keine 130 Anwendungen am iPhone installiert. Das N97 bricht zusammen, wenn du 130 Anwendungen installiert hast.

    In den USA gibt es noch enorm viele Treo Geräte, z.B. den 680er. Sehr viele haben nicht ein Zusatzprogramm istalliert. Die nutzen den Treo out of the box! Und sind zufrieden.

    Wenn man sich nur in der IT-Branche bewegt verliert man manchmal den Blick auf die Realität.

    Just my 2 cents

    Karl

  4. keeper sagt:

    Ich kann das ganze mit dem nicht zwichenspeicher nur bestätigen. Aber der Akku muss sich erst ein mal “einpendeln”, das steht auch in vielen Foren. Meiner hält jetzt nach 1,5 Wochen ca. 2 Tage bei normaler nutzung.

  5. fwolf sagt:

    Na, dann bleib ich doch mal lieber bei der Kombination Netbook + UMTS-Stick – kostet weniger und macht mehr Spaß ;)

    cu, w0lf.

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