Vom Monitoring und dem Verfolgungswahn

Geschrieben von am 12. März 2009 um 11:12 Uhr 0 Kommentare

Ich bin die letzten Tage damit beschäftigt, dass ganze Handling rund ums Monitoring neu aufzubauen und hier Outsourcing zu betreiben. Sicherlich kommt man immer billiger, wenn man(n) die ganzen Servern “intern” selber überwacht und im Fehlerfall selber einschreitet. Ich denke (und ich weiß), dass es bei der Mehrzahl der Webhoster so ist, denn es spart Geld und heute sparen alle Leute an allen Enden.  Da piept das Handy, SMS vom Monitoring und jemand guckt mal was los ist.

Aber so dumm es auch klingt, mit der Zeit fängst Du an nicht mehr richtig zu leben, gerade wenn Dein ganzes Herzblut an der Firma klebt. Egal ob es im Urlaub ist oder einfach nur wenn man am Abend mal weg geht, weder Frank noch ich haben hier die Ruhe weg, weil ja theoretisch könnte ja jede Minute das Handy piepen wegen eines Ausfalls und das darf man nicht verpassen. Man guckt alle Nase lang aufs Handy, vielleicht hat man ja was überhört und stellen wir uns mal vor, Du sitzt in der Oper oder im Kino und mittendrin musst Du das abbrechen und ins Büro fahren, es ist einfach nur um es nett auszudrücken *arrrggghhhhhh*. Diese Situation gab es in den letzten Jahren zwar nicht wirklich, obwohl wir in den letzten 8 Jahren einige male in der Nacht aufstehen mussten, wg. kaputter Hardware.

Lirum Larum, am Ende ist der professionellste Weg der, wenn die Leute im NOC des Rechenzentrum die Server überwachen und auch in 2 Schritten dann auch direkt an der Hardware sind, denn nur so ist eine effektive und professionelle Fehler-Beseitigung im Problemfall möglich. Der einzigste negative Punkt sind die Kosten und da musste ich schlucken … ja, mir ist die Kinnlade runtergefallen. Und 100%ige Sachen kosten eben auch, wie alles im Leben, naja hoffen wir mal, dass es gut ist und es keine Fehl-Entscheidung wird.

Man muss es positiv sehen, mit der neuen Hardware und der neuen Überwachung geht man einen weiteren Schritt nach vorne, ich bin mal gespannt wie die doppelt bestückten Xeon-Server so rocken. ;-)

Neuigkeiten die bewegen gibt es so nicht, dass so toll angekündigte Nokia E75 wird wo doch erst am 10. April kommen, frühestens wohlgemerkt! Mhhh und wenn ich mir die Preisliste vom Rechenzentrum angucke, dann merke ich, dass ich zu billig bin, die verlangen da für einen Mitarbeiter der “Know How” besitzt 37,50 EUR pro 15 Minuten und das netto. Und als Datenreisender wieder mal erstaunt bin ich über die Möglichkeiten des Internets, die Jungfräulichkeit versteigern für 6000 EUR, wenn das nichts ist …

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