Geschichten von der Insel Rügen
Also letzte Woche ging es dann noch mal nach Rügen, diesmal war es aber für einen Datenreisenden ein gefährliches Verfangen. Der tolle ungeschützte Internetzugang via WLAN in dem Appartment war plötzlich geschützt mittels WPA und nirgends war was von einem Key zu lesen an der Rezeption. Also stand ich erstmal da und hab dumm in die Wäsche geguckt … dann den guten Mann auch Inhaber genannt angerufen und ein wenig spärlich habe ich dann das Passwort erfahren.
Nun gut, also eingeloggt und dies ging auch soweit, aber es sind keine Datenpakete geflossen. Also den Inhaber drauf angesprochen und naja er wusste sich irgendwie nicht zu helfen. Dann hab ich ihm das demonstriert, dass es nicht geht. Er hat mir dann gezeigt, dass er solche WLAN Systeme nutzt, die an den Router angeschlossen werden, dann via Stromnetz an einen Steckdosen-Adapter pro Etage übertragen werden und dieser dann als WLAN AP fungiert.
Aber wie dem auch sei, der ganze Pfeffer hat nicht funktioniert, weder mit dem Notebook noch mit dem E71, noch mit dem E51. Am Nachmittag hat er dann sein Notebook geholt und ohne es mir demonstrieren zu können meinte er dann nur, dass WLAN im ganzen Haus funktioniert, er habe oben 3 Balken gehabt. Ja klar kann er 3 Balken haben, aber wenn ich einem WLAN Router das Kabel rausziehe dann hab ich nun mal einen sichtbaren Sender, aber keine Datenpakete können ins Web fließen. Naja ich hatte kein Bock auf Streit, es war einfach nur scheisse die Sache mit dem fehlenden Internet. Wenn kein Handy und kein Notebook funktioniert, dann muss es ja wo an dem seiner EDV liegen …
Dann ein bissel Kreideküste von der Wasserseite angeschaut, zünftig gegessen im Portofino im Hafen von Sassnitz und dann die Insel erforscht (die ich mit den Jahren nur auswendig kenne) und Fotos gemacht.
Genrell hab ich aber wieder soooo ein Hals auf die Fahrweise der “Insulaner” gehabt oder nennen wir es auf Leute, die das amtliche Kennzeichen RÜG haben, denn 90% von den Leuten sind offensichtlich zu doof ein Kfz zu führen oder leben in einer Welt ohne Zeitrechnung. Entweder wird man unnötig ausgebremst oder in dem Chaoten-Dorf namens Binz wird einem pauschal überall die Vorfahrt genommen.
Naja gestern am Sonntag dann Heimreise, am Vormittag war auf der Seebrücke Jazz Breeze und dann kamen massig große Geländewagen von Audi mit vielen offensichtlich gut situierten Menschen und “C Prominenten” zum Rügen Country Inn einer Schlepphunde-Jagd oder was auch immer das war.
Danach ging es dann ab in die Heimat, zuvor habe ich noch eine Mitfahrerin “aufgelesen”. Ja und was soll ich sagen, ich als kritischer Nörgelfuzzi war seit wirklich extrem langer Zeit von einer Frau mal wieder positiv überrascht. Ihre ganze Art, sie rief gleich telefonisch an und machte die Mitfahrt klar und sie war total offen und kontaktfreudig, auch während der Fahrt. Wir hatten eine fließende Kommunikation und das ist gut, bei solchen schüchternen Mädels ohne Selbtsbewusstsein kannste auch Kohlensäcke fahren, dass ist genauso interessant. Ja wir haben viel gelacht, besonders als wir die Leute im “Mäck Dreif” veräppelt haben und ich immer nach dem Weg zum Funkturm gefragt habe.
Ja also wenn ich ehrlich bin, ich glaub sie ist schon so ein Mensch, den ich mir immer gewünscht habe, eine Portion Selbstbewusstsein, intelligent und hübsch – man sagte mir nach, dass ich mir so einen Mensch backen müsste. Ich glaub deshalb hab ich sie immer geneggt und geärgert.
Wie es weiter geht? Man weiß es nicht genau, dass ist Sebastian live … soll es bei einer einmaligen Begegnung bleiben oder sollte man sich wieder treffen, wenn ja, dann sollte ich mal meinen A… in Bewegung setzen und was machen. Aber ob ich es machen werde …
Achso und was ja auch der absolute Schwachsinn des Jahres war, der übertriebene Öko-Wahn auf der Autobahn im Stau. Ich glaub die sind nicht mehr alle ganz richtig, da waren so paar Typen aus CZ die habe ihren alten VW Bus im Stau immer geschoben um Sprit zu sparen. Nun haben dann alle anderen Menschen dieses Verhalten kopiert. Statt Stopp & Go haben dann alle ihre Auto geschoben und somit riesen große Lücken entstehen lassen, die den Stau von 5 km bestimmt aufs doppelte anschwellen lassen haben. Am tollsten fand ich die Frauen, die haben sich überschätzt beim “Auto den Berg hochschieben” Training.

