Von Mitfahrgelegenheiten & der Planung

Geschrieben von am 02. September 2008 um 09:55 Uhr 4 Kommentare
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Ich muss mir nochmal fix Luft machen! Als Datenreisender möchte man hier und da auch mal was probieren, also habe ich im Web auf einem Portal eine Mitfahrgelegenheit an die Ostsee angeboten. Monate lang passierte nichts und auf einmal melden sich so einige Leute per SMS. Immer im selben Stil von wegen “Hallo, wir würden gerne mitfahren, sind denn noch Plätze frei?”.  Also geantwortet und immer das selbe Spiel: keine Reaktion.

Nun frage ich mich ernsthaft, ob ich hier irgendwas nicht kapiere oder weiß ich nicht … von meiner Natur her würd ich jetzt sagen, wenn keiner direkt zusagt, sondern alle nur fragen, ob noch was frei ist, dann habe ich keine Zusage und damit ist die Sache vom Tisch. Aber ehrlich gesagt, sagt mir mein Bauchgefühl, dass die denken, dass ich vom Prinzip her wie ein Reisebus nach Fahrplan verkehre.

Ich habe nämlich ins Profil geschrieben, dass es 12 Uhr vorm Bahnhof losgeht und ich könnt mir gut vorstellen, dass die denken, ich stell mich dann wie so eine Prostituierte an den Bahnhof und warte was 12 Uhr passiert und wer kommt.

Ich sehs schon kommen, ich denke, keiner will mit und dann auf der Autobahn klingelts Handy “Ehh wo bist Du denn, wir warten hier schon Ewigkeiten”. Aber ganz ehrlich, ich habe keine Lust und sehe es auch nicht ein, jetzt alle “Interessenten” noch anzurufen und zu fragen, ob die nun mitfahren wollen oder nicht. Ich bin doch kein Trockenobst, dass sich anpreisen muss …

Hätte ich doch nur noch einmal in unserem Blog gelesen, da hatte damals vor 2 Jahren in einem Kommentar offensichtlich ein Mitarbeiter einen guten Tipp gegeben: nur telefonieren, keine SMS schreiben!

Lustig finde ich auch, wenn man sich mal auf der “schwarzen Liste” umschaut, was da für Storys stehen. Offensichtlich haben einige Frauen Angst in die Nähe von Männern zu kommen bzw. im letzten Moment vor der Abfahrt realisieren sie, welche große Gefährdung von so einer Mitfahrt ausgehen kann. Aber ich kann es ehrlich gesagt verstehen, dass manche dann Muffensaußen kriegen. Man kennt die Leute nicht, auch als Fahrer muss man ja Angst haben, dass man ein Messer im Rücken hat, aber naja, wir wollen ja mal nicht alle Leute in einen Topf hauen.

Also ich bin ja wirklich jemand der Abenteuer mag, aber ich lösch den ganzen Pfeffer jetzt und dann ist Ruhe! Ruhe = Urlaub

Kategorie : Allgemein

SK

ist Unternehmer uns besitzt eine IT-Firma, die sich auf individuelles (Wordpress-) Webhosting sowie individuelle IT-Lösungen spezialisiert hat. Er schreibt hier Fach-Artikel rund um das Thema Internet und Computer. Aber auch in der Welt von Windows, Linux und den modernen Smartphones kennt er sich aus und schreibt hier entsprechende Artikel, Tests und Tipps & Tricks.

4 Antworten zu “Von Mitfahrgelegenheiten & der Planung”

  1. sebastian sagt:

    Ich sehe es eigentlich wie Olaf, bzw. hab ich ja schon so geschrieben, man kann doch nicht alle Interessenten anrufen, dass ist schwachsinn. Die wollen doch was von mir und ich denke mal, da muss man so konsequent sein und klar sagen, wer nicht anruft und klar die Sache bestätigt und fest macht, der hat Pech.

    Fazit: es gibt genug Leute bei den Mitfahrern, die wie bei mir 20 Minuten vor Abfahrt absagen oder aber auch wirklich nette und interessante Menschen, wie ich nachher noch berichten werde. So pauschal kann man da wo nicht urteilen …

  2. fwolf sagt:

    @ Olaf:

    1. Ich heiße nicht “w0lf”, sondern Wolf. Ich bin dieser Typ hier. Nur so zur Erinnerung ;)
    Insofern finde ich es auch ziemlich mies, dass du keine gültige E-Mail-Adresse hinterlassen hast.

    2. Wer mir nicht antwortet: Pech gehabt. I.d.R. rufe ich aber an, wenn ich Zeit dazu habe. Meist suche ich mir aber schon für die Hinfahrt Leute aus, bei denen ich dann auch wieder zurückfahren kann (vorausgesetzt, mein Gelaber hat sie nicht in den Wahnsinn getrieben ;) ). Somit entfällt für mich dadurch auch der Aufwand, während der Stoßzeit rumzutelefonieren.

    Ich kenne allerdings auch einen guten Teil an Leuten, die während der Arbeit tatsächlich nur Mails oder SMS haben wollen – und deshalb meist auch erst nach 18 Uhr reagieren. Ich weiß ja nicht, was du den ganzen Tag so treibst – aber mir ginge es da ähnlich: Ich schaffe – mein Arbeitgeber bezahlt mich nicht für sowas und schaut mich vielleicht auch noch bös an, wenn ich längere Privatgespräche führe.

    3. Zitat:

    Mitfahrer die denken sie wären dir größten Wohltäter weil sie einen Anteil vom Spritgeld da lassen ohne zu wissen was so ein Fahrzeug wirklich kostet sind das schlimmste

    Dem kann ich nur zustimmen. Solche Leute bekommen aber i.d.R. keine MFG bzw. dürfen sich dann auch nicht wundern, wenn sie von einigen Leuten Absagen erteilt bekommen, die sie sonst sehr wohl mitnehmen würden.

    Der Umkehrschluss gilt allerdings auch für Fahrer: Da sind teils Riesen-Mistkerle unterwegs, die einen stundenlang im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen lassen, mit kaum glaubwürdigen Ausreden. Wenn ich schon jemanden mitnehmen will – weils weniger kostet, weils Umweltverschmutzung wäre, wenn man nur allein fahren täte, oder weil man unterwegs gern Gesellschaft hat – dann bitte auch wirklich und nicht dem anderen auf der Nase rumtanzen.

    Solche Leute, die einen von oben herab behandeln, als ob sie die größten Wohltäter seien, weil sie dich in ihrem Fahrzeug mitnehmen, und du gnädigst deinen Beitrag an ihrem Spritgeld zahlen darfst ;)

    cu, w0lf.

  3. Olaf sagt:

    Sorry w0lf, aber das ist einfach nur mies!
    Die Leute wollen was von mir (als Fahrer), da schreibe ich doch nicht jedem ne SMS. => Anruf oder Ignore.

    Mitfahrer die denken sie wären dir größten Wohltäter weil sie einen Anteil vom Spritgeld da lassen ohne zu wissen was so ein Fahrzeug wirklich kostet sind das schlimmste…

    Aber auch wenn das jetzt hart klingt: So habe ich viele interessante Gespräche geführt, ums Geld gehts mir meistens gar nicht.

  4. fwolf sagt:

    Tja .. welche Mitfahrerbörse hast du denn benutzt? Die freie oder die, bei der sich die mitfahrwilligen “Kunden” dumm und dämlich zahlen müssen dank 0900er Nummer?

    Weiterhin: wenn ich eine Mitfahrgelegenheit suche, schicke ich immer SMS. Für großartige Telefonorgien hab ich während der Arbeit schlichtweg keine Zeit. Und wer dann nicht innerhalb eines gewissen Zeitrahmens antwortet – wohlgemerkt: ich erwarte keinen Rückruf, eine Antwort-SMS reicht mir für eine Auskunft völlig aus – der fällt halt durchs Raster = Pech gehabt.

    Wenn ich nun eine positive Rückmeldung bekomme, dann rufe ich tatsächlich ganz normal zurück. Denn dann ists für mich ja auch keine verplemperte Zeit mehr, sondern eine Chance, gut, schnell und günstig an einen anderen Ort zu gelangen.

    Dieses Konzept hat sich bewährt. Und zwar innerhalb der letzten 4 1/2 Jahre. Auch mein Anschreiben hat sich in dieser Zeit kaum verändert. Teilweise kennen es die Leute, die öfters Mitfahrer suchen, sicherlich schon.

    cu, w0lf.

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