Auktionshaus-Bewertungsrache
Irgendwann platzt auch mal der größte Kleiderschrank auseinander und da ich so eine Schwäche für Markensachen hatte/habe habe ich da ein paar alte Klamotten aussortiert. Nun tat mir das leid die in die Kleiderspende zu schmeißen und da ich in allen Sachen eine Möglichkeit sehe, sah ich hier die Chance ja noch paar Euros zu verdienen mit dem Zeug. Ein fataler Fehler wie sich herausstellen sollte …
Der tolle Pullover vom Adi Dassler ging für sagenhafte 5,85 EUR über den Ladentisch und ich hatte glasklar die Versandkosten von 6,90 EUR angegeben. Im Klartext, die Person die diesen Pullover ersteigern wollte, hat vorher gesehen, was es kostet und sich damit einverstanden erklärt, durch Abgabe des Gebotes.
Naja nun war das Geld da, ich den Pullover sorgfältig verpackt und da ich ja schon mit einigen schlechte Erfahrungen gemacht habe, besonders mit gelben, habe ich es einem anderen Versanddienst anvertraut, den “wertvollen” Pullover und zahlen sollte ich dafür 5,90 EUR.
Wohlgemerkt bin ich nur wegen dem Pullover dahin und dann wurde ich ja unschuldig in einen Unfall verwickelt, wie ich berichtet habe. Jetzt ist hier schön wieder Holland in Not, an allen Ecken gibts Ärger wegen dem Unfall, mal abgesehen von den gesundheitlichen Schäden danach, aber die Hauptsache ist ja, der scheiss Pullover ist weg!
Nun kommt unmittelbar ich glaub 2 Tage danach eine Mail über das System des Auktionshaus, wo mir doch die Frage gestellt wurde:
wieso wurde 6.90 Versand+Verpackung für versicherten Versand berechnet–wenn es per Hermes nur 3.90 kostet??
Nun war ich wegen dem Unfall, dem wahnsinnigen materiellen Schaden und den gesundheitlichen Unfallfolgen über diese wirklich mehr als überflüssige Frage ziemlich sauer. Eigentlich wollte ich auf diese Frage nicht antworten, aber da ja die Leute in Bayern schnell mal dazu neigen Ihren Hass gegen die Ex-DDR Bürger auszulassen, dachte ich mir antwortest Du doch mal.
Also habe ich der guten Frau mal geschildert, dass mich der Pullover ne ganze Menge mehr kostet, nämlich die Summes eines neuen Auto wegen einem Unfall wo ich vielleicht kein Geld sehe und die stellt mir so eine Frage. Aber ich bin dann sachlich gewesen und habe aufgeschlüsselt, wie sich die Kosten zusammensetzen, nämlich Verpackungskosten (5 Meter Packpapier kosten 2,95 EUR) mal abgesehen vom Preis eines Kartons, dann Pack-Papier, ich muss den Drucker anschmeissen so ein Etikett drucken und dann muss ich noch 25 km zu dem Paketdienst fahren (in dem Land wo ich lebe kostet Diesel nämlich Geld!), weil wegen Urlaub die ganzen Typen ihr Läden geschlossen haben.
Ich will ja mal nicht auch so ein Krümelkacker werden wie die Frau, aber wenn ich alles genau zusammenrechen würde, dann wären wir bei grob 8 – 9 EUR zzgl. Versandkosten vom Paketdienst also hätte ich eigentlich von der Frau genau 13,90 EUR verlangen müssen, habe ich aber nicht. Und da habe ich das teuerste und kostbarste überhaupt noch garnicht mal eingerechnet: den Faktor Zeit.
Naja und dann hab ich ihr noch geschrieben, dass ich nicht die Heilsarmee bin und bei jeder Auktion noch draufbuttere. Da hat sich die gute Frau dann wohl richtig angepisst gefühlt, die Emotionen sind hochgekocht und das Endfabrikat war dann eine negative Bewertung für mich, eine negative Bewertung wo ich seit Jahren immer mein Arsch aufgerissen habe, dass alle mit mir zufrieden sind und 110 positive Bewertungen haben mir das bestätigt.
Diese Bewertung lautet nun:
—-Verpackungskosten überteuert, Unhöflicher Kontakt—
Gestern habe ich der guten Frau dann mal eine nette Mail geschrieben, in der ich sie aufgefordert habe, für die Entfernung der Bewertung zu sorgen und habe dafür 1 Woche Frist gesetzt. Ebenso habe ich ihr schon mal geschildert, dass dann zivilrechtliche Maßnahmen folgen und auch strafrechtliche Maßnahmen abprüft werden.
Denn das was sie da macht, ist keine freie Meinungsäußerung. Wenn sie meint ich bin unhöflich, dann ja, aber das die Kosten für die Verpackung überteuert wären ist eine Tatsachen-Behauptung und dagegen werde ich auch mit allen Mitteln vorgehen, aus Prinzip, denn die stellt mich ja schon fast wie einen Betrüger dar.
Mal abgesehen davon, dass ich aus dem e-Commerce Business komme und da weiß jeder Depp, dass die Online-Händler zwischen 20 – 35 % des Umsatztes durch Versand und Verpackungskosten machen. Da kostet der Versand 8,90 EUR und dem Händler kost das Paket 3,85 EUR, sowas scheint die Frau okay zu finden, aber wenn ich ohne Gewinnabsichten mir erlaube 1 EUR für Packpapier, Klebeband und 25 km Autofahrt zu berechnen, bin ich das Arschloch vom Dienst.
Und das Auktionshaus selbst ruft wie ich das gelesen habe zur Fairness auf bei Bewertungen, selbst wenn sie meint, dass ich unhöflich bin (ich mein iss klar das ich nach einem schweren Verkehrs-Unfall nicht Grinsen werde) dann ist das für mich kein Grund da negativ zu stimmen, weil objektiv ist, ob die Ware ankam und gut war, subjektiv ganz einfach wie sie den Kontakt empfand.
Naja mal abwarten was passiert, oder auch nicht, ich finde es zwar schwachsinnig wegen so einer Sache vor Gericht zu gehen, aber bei sowas kann ich mich dann irgendwie immer nicht mehr bremsen …
Fazit:
Ich habe einen Pullover versteigert, noch draufgezahlt und als Endergebnis und Dank eine negative Bewertung erhalten! Danke das tu ich mir nie wieder an!


hat eh keinen Sinn mehr, dort was zu versteigern. Ich sehe dieses ganze Rating-System sowieso als gescheitert an. So einen Scheiss hatte ich auch schon.
Packs lieber bei Quoka rein, oder brings zum Second-Hand-Klamottenhändler, dann haste deine Ruhe
cu, w0lf.