Rügen 2008#5

Geschrieben von am 23. Juni 2008 um 10:40 Uhr 3 Kommentare

So letztes Posting zum Thema Urlaub, gestern am 22.06.08 gings dann wie geplant von Rügen runter, nicht wie normal über die Strelasund-Brücke sondern mit der Fähre zwischen Glewitz und Stahlbrode. Dann gings ab nach Usedom und ich muss sagen, ich war enttäuscht. Die Landschaft war langweilig und die Orte wie Koserow und was nicht alles waren mehr als enttäuschend, für mich persönlich wohlgemerkt. Ich hatte dort auf Usedom das Gefühl, dass man einfach nur versucht viel zu bauen um möglichst viel Leute unterzubringen und so wirkt das irgendwie überflutet. Wenn eine Unterkunft neben der anderen steht, es aber an Läden und sonstigen Attraktionen oder wie man es nennen mag mangelt, dann weiß ich nicht …

Egal, dann war ich in Heringsdorf und dort kam mir an der Ampel ein armer süßer Hund auf dem Fußweg angehumpelt entgegen. Offensichtlich wurde er angefahren und hatte keinen Besitzer und das tat mir sowas von leid, aber ich wusst auch nicht was man da machen kann, in Großstädten gibt es eine Tierrettung, aber auf so nem Dorf? Wenn Du zur Polizei gehst musst Du Angst haben, die ballern den um, weil es einfacher ist für die.

Gut, dann war das Seebad Ahlbeck dran und ehh man sich versieht ist man in Polen, wegen den offenen Grenzen geht das schneller als man denkt. Also dann zurück in den Ort und bissel auf der Seebrücke spazieren, aber wegen der Nähe zu Polen hatte ich nicht wirklich Ruhe und machte mir Sorgen ums Auto, weshalb ich die Ortserkundung dann auch abgebrochen habe.

Naja und dann gings ab nach Berlin, wo an der Ostsee angenehme 22 Grad waren, hat es mich in Berlin mit 35,5 Grad und der Schwüle erdrückt. Und am Abend dann war ich sehr traurig, traurig das der geniale Urlaub vorbei war, traurig, dass der Alltag eingekehren wird …

Am heutigen Morgen habe ich dann realisiert, dass ich in der Realität und im Alltag angekommen bin, spätestens nachdem ich den Audi abgeben musste und danach die Mails checken musste. Mails die mit haltlosen Anschuldigungen gepflastert waren und ich schon wieder sooooo ein Hals hatte.

Alles was bleibt, ist das wunderbare Gefühl, den Kopf frei zu haben, dass Gefühl, dass es auch noch andere Dinge gibt, als 7 Tage Arbeit! Das Gefühl der Freiheit auf dem Meer zu stehen und in die unendliche Weite zu blicken. Aber auch die Traurigkeit, dass andere Menschen genau an dieser Stelle stehen und den Bund der Ehe eingehen, so mehr als häufig geschehen, auf der Seebrücke in Sellin. Ich bin ja wirklich kein Weichei, aber wenn man das so sieht, wie glückliche junge Paare da heiraten, quasi auf dem Meer, da hats selbst mich irgendwie extrem gerührt und irgendwie wünscht man(n) sich sowas auch …

Wie dem auch sei, ich verspüre irgendwie den Drang etwas in meinem Leben zu ändern, ich weiß nicht was wo und wie, nur das es irgendwie langweilig wird, wenn ich es nicht mache.  Naja gut, ich werd sehen wie die Finanzen stehen, vielleicht fahr ich in 2 Monaten nochmal hoch, bei den Dieselpreisen muss man sich sowas aber mehr als genau überlegen. Jetzt gehts erstmal wieder ans Kraftsport-Training und dann müssen wir noch bissel was aufarbeiten.

Kategorie : Persönliches

3 Antworten zu “Rügen 2008#5”

  1. sebastian sagt:

    Nicht wegen dem Auto, wegen dem wervollen Inhalt. Nicht wegen Vorurteilen sondern wegen Statistiken und eigener Erfahrung. Mir hat man vor nem Jahr schon den Lieferwagen geklaut und rat mal welche Nationalität die Leute hatten?

    Lies mal ein bisschen

    Und nein, ich habe nichts gegen freundliche rechtsschaffende Polen, meine mütterlichen Wurzeln stammen ja von dort.

  2. Martin sagt:

    quote: Also dann zurück in den Ort und bissel auf der Seebrücke spazieren, aber wegen der Nähe zu Polen hatte ich nicht wirklich Ruhe und machte mir Sorgen ums Auto, weshalb ich die Ortserkundung dann auch abgebrochen habe.

    - Wegen dem Leasingvertrag, oder weil da wie bei 95% der Menschen in diesem unseren Deutschland das Problem des Vorurteils auftritt ?

    MfG Martin

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