Aus dem Leben eines Pechvogels

Geschrieben von am 04. Juni 2008 um 15:19 Uhr 6 Kommentare

Die Vögel zwitschern, es ist Sommer und der Himmel ist blau … fast zu schön möchte man denken! Es ist noch garnicht viele Wochen her, da hatte ich hier die Schnauze voll, da mir jemand ins Auto gefahren ist und es massig Ärger gab. Also musste mir als Berufs-Pechvogel ja mal wieder was passieren und das ist heute dann auch passiert …

Es war 11:20 Uhr als ich auf der XXXX Str. entlang fuhr und eine alte Frau bemerkte, die ohne zu gucken aus einer Einfahrt mitten in den fliesenden Verkehr fuhr. Als ich das bemerkte, hupte ich noch, bremste sofort und da war es schon zu spät … die Frau wurde von meinem Auto erfasst und lag am Boden. Wie sollte es auch anders sein in diesem Land wenn ein Unfall ist, alle Verkehrsteilnehmer gucken weg und haben nix gesehen.

Ich bin ausgestiegen, sah die Frau vor meinem Auto liegen und wie sie dann versuchte (und es auch gelang) aus eigener Kraft aufzustehen. Auf meine Frage, was ihr passiert sei und ob sie einen Arzt braucht sagte sie nur NEIN. So trennte sich das dann in 2 Lager auf, denn sie entfernte sich vom Unfallort in die Nähe eines “Schönheits-Salons”. Ich rief meinen Anwalt an und hab besprochen, was wir nun machen und am Ende hab ich mich dann doch für die Polizei entschieden. Die Radfahrerin die 60 Jahre alt war flüchtete dann in den Schönheits-Salon und hat sich dort dann offensichtlich Zeugen “gekauft” und ihre komplette Familie angerufen oder eher “alarmiert”, die dann auch schnell eingetroffen ist. Direkt nach dem Unfall hat sie sich noch entschuldigt und es zugegeben das sie mir ins Auto gefahren ist. Als ich ihr danach erzählte, dass das Auto gerade komplett neu lackiert wurde und dies sehr teuer war, schien sie dann plötzlich anderer Meinung zu sein und meinte, sie haben ja geguckt, bevor sie in den fließenden Verkehr eingefahren ist.

Die Polizei ist dann auch eingetroffen und hat sich meine Version der Sache angehört und dann ist man zur “geschädigten” Person gegangen. Dort ist als erstes der Satz gekommen “Ich habe 2 Zeugen” worauf ich ins Gespräch geplatzt bin mit einem “Ach, das ist ja interessant, gleich 2 Zeugen??!!!”. An dieser Stelle wurde ich vom vermutlichen Ehemann angeschrien .. ich sei die ganze Straße wie ein verrückter gerast und andere Vorwürfe. Dies alles obwohl der Mann nicht am Tatort war zum Zeitpunkt und das alles nicht wissen kann! Getroffene Hunde bellen sag ich da nur, warum schreit er mich sonst an, weil er Angst hat, dass er den Schaden an meinem Auto bezahlen muss.

Der Polizist hat dann aus Verantwortungsbewusstsein trotzdem einen Krankenwagen gerufen mit dem die Radfahrerin dann auch weggefahren wurde. Irgendwann kamen dann auch die Spezialisten vom Verkehrs-Unfall-Aufnahmedienst und dort lag mir sehr viel daran, dass die Leute mit ins Protokoll aufnehmen, dass es keine Zeugen gab und die Zeugen die benannt wurden nicht glaubwürdig sein können. Der Polizist hat sich da dann ein wenig “angepisst” gefühlt und meinte, ich soll ihm nicht erklären, wie er seine Arbeit machen müsste und die Zeugen werden belehrt, dass sie nichts falsches aussagen dürfen – haaa haaaa haaa, als ob das heute noch jemand interessiert!

Ja und die Leute von der Unfallaufnahme wollten dann nicht mehr viel wissen. Ich hab den nochmals erzählt wie es passiert ist, also Oma kam ohne zu gucken aus Einfahrt und krachte gegen mein Auto und dann konnt ich gehen.

Nun stehe ich da, mein Auto ist kaputt und hat 3500 EUR Schaden und wie es aussieht will die Oma von mir noch ein Fahrrad und ein halbes Leben lang Schmerzensgeld … und dabei hatte ich 0,00 Chance den Unfall zu verhindern. Ich weiß es nicht, warum erwischt das Pech immer mich … warum????? was habe ich getan? Es kann doch nicht sein, dass mir alle 2 Wochen jemand mein Auto kaputt fährt, erst vor ner Woche hat man mir den 5er BMW komplett zerlegt und der war nichtmal meine. Ich hab ehrlich immer mehr die Nase voll mit diesem Leben …

Kategorie : Persönliches

6 Antworten zu “Aus dem Leben eines Pechvogels”

  1. fwolf sagt:

    @ bert2002: das kann ich nur unterstreichen. Kein Auto mehr = kein Ärger = mehr Geld für sinnvollere Dinge. Alternativ: Chauffeur – der hat dann den Ärger, wenn’s zu solchen Problemen kommt und nicht mehr du ;-)

    cu, w0lf.

  2. me sagt:

    Und wo wohne ich? Leipzig stimmt schon mal ;)

  3. sebastian sagt:

    @ me
    Ich weiß ja nicht, was Du für ein Komiker bist, dass Du im Auto “huppen” kannst, aber wenn Du Eier in der Hose hättest, dann würdest Du Dich nicht hinter me@localhost verstecken, ich meine ich weiß eh und je das Du aus Leipzig bist und wo Du wohnst … also von daher, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten, denn so eine Situation passiert in Bruchteilen einer Sekunde und viele Handlungen sind unterbewusst. Man wünscht es ja niemandem, aber vielleicht einfach mal selber die Erfahrung machen und dann vor Gericht stehen, mal sehen ob Du dann immernoch der Meinung bist, dass man beim “huppen” auch hätte bremsen können, vielleicht auch einfach mal nur genau lesen was ich geschrieben habe, Herr Schlaumeier!

  4. bert2002 sagt:

    An deiner Stelle haette ich das Auto schon lange in die Tonne gehauen. Einfach kein Auto mehr fahren ;)

  5. Me sagt:

    Wer noch huppen kann, kann auch rechtzeitig bremsen….

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