Elektromarkt Philosophie

Geschrieben von am 28. April 2008 um 08:54 Uhr 4 Kommentare
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Nehmen wir mal rein fiktiv an, dass es einen Elektromarkt gibt, der zum Beispiel “Meeh Diah Markt” heißt und man kauft in einer Filiale, wo man eigentlich nicht seinen Wohnort hat und bring am nächsten Tag die gekaufte Ware zurück, weil die Kamera nicht mit dem Objektiv klarkommt. Das Objektiv inkl. alter Kamera hat man dann verborgt und man selber geht wieder in den Elektromarkt und will die Kamera vor der Rückreise in die Heimat zurückgeben, weil selbst der Support des Herstellers den Fehler kennt. Da sagt die alte Eule aus der Abteilung doch tatsächlich, man solle mit dem eigenen Objektiv wiederkommen und den Fehler vorführen. Was heißt das im Klartext?

Man fährt vom Ort A wieder in die Heimat (250 km) und von dort aus soll man dann nur mit dem Objektiv und der Kamera wieder zu dem Elektromarkt fahren und dann wieder zurück, dass alles für eine Kamera die mehr als überteuert war. Im Klartext müsste ich dann 750 km fahren um der Frau aus dem Elektromarkt vorzuführen, dass mein Objektiv an der Kamera nicht funzt, andere hingegen alle problemlos funktionieren. In Sprit ausgerechnet heißt das, dass ich hier 90 Liter Kraftstoff verpulvern müsste, der momentan 1,48 EUR pro Liter kostet, wo wir dann schon bei ca. 133 EUR sind. Das rede ich mal noch garnicht vom Werteverlust des Autos bei 1000 Kilometer mehr auf der Uhr und anderen Nebenerscheinungen … wo dann noch nichtmal sicher ist, dass die Kamera zurückgenommen wird. Mal ganz zu schweigen vom Faktor Zeit für so eine Tour, denn wenn man sowas in der Woche macht bei nem 3 Mann Haufen, dann kann ich keine PCs reparieren und das macht den Schaden noch größer.

Am Ende kommt man dann zu der Erkenntnis, dass man in dem scheiss Laden wo man über die Jahre hinweg schon tausende Euros für Fotosachen gelassen hat und die Verkäuferin einem immer sympathisch war und man diese sogar noch beim Chef gelobt hat nie wieder etwas kaufen wird! Da meckern alle über die Onlineshops die würden den Einzelhandel vor der Haustüre kaputt machen, aber wenn man sowas erlebt, da kauft man lieber bei so nem Shop und spart dabei noch 200 EUR für die Kamera.

Aber die Hauptsache ist ja, dass man die Kunden ködert unter dem Vorwand, man könne ja 14 Tage ohne Angabe von Gründen die Waren zurückgeben …

Kategorie : Allgemein

SK

ist Unternehmer uns besitzt eine IT-Firma, die sich auf individuelles (Wordpress-) Webhosting sowie individuelle IT-Lösungen spezialisiert hat. Er schreibt hier Fach-Artikel rund um das Thema Internet und Computer. Aber auch in der Welt von Windows, Linux und den modernen Smartphones kennt er sich aus und schreibt hier entsprechende Artikel, Tests und Tipps & Tricks.

4 Antworten zu “Elektromarkt Philosophie”

  1. sebastian sagt:

    Das ist interessant, ich hab hier in Berlin die Erfahrung gemacht, dass die Fachgeschäfte kein Bock haben zu verkaufen. Da konnte man nicht testen, es gab immer einen Grund warum man das Objektiv nicht aus der Vitrine holen konnte. In diesem Elektromarkt hat man mir gleich die Kamera und paar Objektive in die Hand gedrückt und da konnte man testen, dass fand ich cool.

    Aber man muss klar sagen, dass durchaus die Fachhändler manchmal ne Ecke billiger sind, als die Märkte, die mit dem niedrigsten Preis werben.

    Ich glaub in meinem Fall lag es einfach an der Verkäuferin, ich hätte auch den Marktleiter verlangen können, aber irgendwie fühlte ich mich nach den Aussagen der Verkäuferin nicht mehr fähig konstruktiv und freundlich zu bleiben.

  2. Karl sagt:

    Witzigerweise hatte ich noch nie Probleme mit den Ramschläden hier in der Gegend. Erst heute bekam ich einen WLAN-USB Stick anstandslos ausgetauscht, obwohl die Garantie schon abgelaufen war.

    Aber meine Fotosachen würde ich trotzdem dort nicht kaufen, die habe ich immer beim Fachhändler gekauft. Dort kann man z.B. die Objektive vorher ausleihen (gegen eine Gebühr) und testen, ob man damit klar kommt. Das habe z.B. bei meinem Nikon 18.200er so gemacht. Und beim nächsten Objektiv wird das wieder so gemacht.

    Gruß
    Karl

  3. sebastian sagt:

    Das mag stimmen, auch ich hatte hier mit einem Monitor gute Erfahrungen gemacht, es kommt eben auf die Verkäufer(in) an. Wobei ich den Verdacht habe, dass die das Teil nicht zurückgenommen hat, weil ich eine Rechnung fürs FA wollte und dort auch immer der Verkäufer hinterlegt wird und somit im System auch irgendwo vielleicht der Umsatz des Verkäufers hinterlegt wird.

    Ich kenne so einige Läden, da werden die Verkäufer am Umsatz gemessen.

  4. Aber mal so als Gegenbeispiel: ich hatte noch nie Probleme mit den größeren Anbietern in der Branche. Selbst nach Monaten wurde defekte Hardware noch ohne überprüfung meiner Aussage, sie wäre defekt, umgetauscht bzw. falls nichtmehr vorhanden auch als Guthaben für einen alternativen Neukauf gewertet.
    Allerdings kaufe auch ich in letzter Zeit relativ wenig bei derartigen Händlern, dies liegt jedoch viel mehr am Preis (Mehrwert im Sinne von Beratung oder so gibts ja vor allem bei Elektronik überhaupt nicht mehr.) als an Bequemlichkeit was die Abwicklung betrifft.

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