Briefe vom Schuldner: Viel Arbeit für nichts?
Was mich gerade irgendwie nachdenklich macht ist dieser ganze Privatinsolvenz-Kram der hier Tag ein und Tag aus ankommt. Da gibt es Kunden die können nicht zahlen, machen Privat-Insolvenz und dann bekommt man noch so dumme Briefe wo man ein Haufen Arbeit hat, damit man sein Geld bekommt. Grundlegend ist folgendes ja Fakt:
Wenn ein Kunde seine Rechnung nicht bezahlt, dann geht es zum Inkasso bzw. direkt zum Anwalt (kommt auf den Kunde drauf an) und von dort bekommt dann jeder Schuldner in jedem Fall eine Forderungs-Aufstellung zugeschickt, also das Blatt wo die Zinsen und was nicht alles auch noch einmal aufgeführt sind. Nun ist es aber so, dass die Leute die nicht zahlen können/ wollen da meist nicht reagieren und dann der ganze Gerichtsweg kommt und irgendwann … nach Monaten … Jahren bekommt man dann Post von den Schuldnern. Da steht dann meist immer der selbe Text drinne von wegen kein Geld und man macht Privat-Insolvenz und vorher soll der Versuch gemacht werden, hier eine gütliche Einigung herbeizuführen. Man will dann immer eine Aufforderung der offenen Forderungen und da ist der Punkt wo ich mich frage, wieso heben die Typen nicht einfach mal den Brief vom Inkasso-Büro bzw. Anwalt auf und lesen da ab, was offen ist. Auf die paar Cent Verzugszinsen kommt es mir dann nicht drauf an.
So und nun steht man dann da und überlegt sich, ob es denn was bringt sich die Arbeit zu machen und noch einmal alle Forderungen aufzulisten? Schwere Frage, am Ende ist es doch meist für die Katz, denn das sich jemand gütlich einigen will, hat man doch in den wenigsten Fällen. Vielmehr ist es doch IMHO so, dass das Gesetz wo vorsieht, dass die Leute sich kümmern sollen die Sache vorher so zu lösen, aber ob die Schuldner da wirklich Interesse daran haben?
Ich frag mich gerade wieder ob ich auf so einen Brief antworten soll oder nicht … selbst wenn die einem von 200 EUR nur 20 EUR zahlen, es ist ja am Ende besser als nix, oder?

