Ich habe kein Geld!
Wie oft habe ich diesen Satz diese Woche nun schon gehört? Ganze 6 mal und wir schreiben heute den 3. Tag der Woche. Ist das nicht traurig? Mir liegt es fern hier negative Stimmung zu verbreiten, doch geht es in diesem Weblog um die Realität. In dieser Woche haben schon 3 Kunden gekündigt und hier möchte ich persönlich immer wissen “warum?”, einfach um vielleicht gewisse Sachen besser zu machen.
Erst vor wenigen Minuten rief ich bei einer begeisternden Bloggerin an und fragte, ob Sie mir verrät, warum Sie gekündigt hat. Eine kurze Zeit kam nichts, bis bei der guten Frau die Tränen übers Gesicht kullerten … ein Moment der mich selber bewegt hat. Sie fing dann an zu erzählen wo es klemmt, sie geht arbeiten ohne Ende, hat aber kaum Geld, auch kein Geld mehr für ihr Hobby, ihr ein und alles, wo sie den Kontakt zur Welt hält und sie sich durch die positiven Kommentare für einen Moment gut fühlt, eben das Weblog. Ich hatte da irgendwie mit mir zu kämpfen, ich weiß es aus eigener Erfahrung, wie befreiend es manchmal sein kann, wenn man seinen Kummer und Frust in so ein Blog hackt und deshalb werde ich in diesem Fall eine Lösung eruieren, wie das Blog erhalten bleibt.
Anders sieht es bei 2 Kunden aus, die haben mir direkt ohne zu zögern mit sächsischer Ehrlichkeit ins Gesicht gesagt “Wir hamm echt ke Geld mehr für den Spittel, so leids uns duud”. Die beiden hatten jeweils eine Seite aufgebaut in der sehr viel Arbeit steckte, aber sie wollten keine Sponsoren haben und auch solche AdSense Werbung hätte gegen ihre Ansichten verstoßen. Ein Verkauf kam ebenfalls nicht in Frage, denn beide wussten, wer so ein Projekt kauft hat meist nur das Interesse damit Geld zu verdienen und das Portal als Werbefläche zu vermarkten, was bei 100 000 Besuchern im Monat interessant sein kann für die Geldbörse.
Zum Schluss habe ich in den letzten Tagen mit 3 Kunden telefoniert, die von mir wissen wollten was es kosten würde wenn ein Designer die Website überarbeiten würde. Als ich dann ein bisschen kalkulieren wollte und schon bei über 800 EUR war hörte ich es schon schreien am anderen Ende. Diese Summe würde mehrere Jahre brauchen, bis die erwirtschaftet ist. Außerdem hätte man nicht so viel Geld von daher sei die Sache uninteressant.
Am Ende steht die Frage offen, wie es wohl weiter gehen wird in diesem Land? Ich höre nur noch “hab kein Geld” von Freunden, Bekannten und innerlich von mir selbst. Aber wir wissen ja alle, die Wirtschaft boomt wie lange nicht zuvor! – Ja nee, iss klar …
Ich mache mir ehrlich langsam Sorgen besser gesagt Gedanken, was man als Unternehmer da machen kann? Preise senken kommt nicht in Frage, da würde Qualität leiden und was nicht alles und der Untergang wäre vorhergesagt. Preise anheben wäre auch der falsche Weg. Nur wenn die Bevölkerung kein Geld in der Tasche hat, was soll man da machen? Herr im Himmel, erleuchte mich bitte!


….nun, kürzlich las ich, in den Staaten würde nun wieder getauscht. Ware gegen Ware, Leistung gegen Leistung……
Im Geschichtsbuch meines Sohnes las ich bereits schon einmal davon, offenbar läuft die Zeituhr rückwärts.
Wie man nun konkret Deine Leistungen tauscht, wäre schon ein interessantes Denkprojekt….
vorhandenes geld?
welches?
ich würd mal sagen kraftstoff und LHK.
Sicherlich ist in der heutigen Zeit das Geld knapper geworden, jedoch muß man sich bei solchen Betrachtungen auf fragen, wofür wird das vorhandene Geld eigentlich ausgegeben?