Du hüpfst hinterher
Komische kleine Reiberei mit einem meiner Bekannten gerade eben:
Er: “Warum learn-to-quote?” (gemeint ist http://learn.to/quote/
Ich: “Weil du deinen Kommentar an den Anfang gesetzt hast” (über das E-Mail-Zitat)
Er: “Das ist ganz normal so. Ich weiß zwar, dass das falsch ist, aber das machen die meisten so.”
Ich “Dann wird doch der ganze Kram mitgeschickt”
Er: “Nun, du kannst das ja gerne anders machen, aber ich mache das so”
Ich: “Na gut” (wollte nicht gleich zu Anfang einen Streit vom Zaun brechen)
Ich finde diese Einstellung ehrlich gesagt beschissen: Immer die Richtung aussuchen, der die meisten anhängen. Weil es alle machen, ist es noch lange nicht richtig!
Ein paar kritische Fragen:
- Alle gehen bei Rot über die Straße, trotz dichten Verkehrs – und du natürlich auch, oder?
- Weil sich jeder ein Piercing in die Eichel machen lässt, deshalb machst du das auch?
- Wenn also alle von der Klippe (in ihren sicheren Tod) springen, dann hüpfst du hinterher?
- Und wenn “die meisten” einen kleinen schwarzhaarigen Typen mit übertriebener Gestik und komischen kleinen Schnurrbärtchen wählen, wählst du ihn dann auch?
Lieber drüber nachdenken, was man macht – nicht nur einfach mit der Masse schwimmen. Die hat die Tendenz, einen entweder zu Tode zu trampeln/quetschen oder aber mit in den Untergang zu ziehen.
Nachtrag: das ist so eine Ja-Sager-Einstellung. So typischer Mitläufer. Sieht man gern in den verschiedensten Szenen. “Szene-Hopping” nennt man das: Springt munter vom Technoiden zum HopGehüpfe über zum bösen Todesblei-Fanatiker bis hin zum Schwarzkittel. Und wacht dann mit 35 auf und stellt fest: Irgendwie hat er nix vom Leben gehabt, nix mitgenommen, keinen eigenen Charakter, gesichtlos, nichtssagend, einfallslos.
Bah .. Aber gut, jedem das Seine (Schicksal).
